Tiroler Speckknödel mit Suppe und Schlamperkraut

Tiroler Speckknödel mit Suppe und Schlamperkraut

Her mit altbackenem Brot!

Ich hasse es, wenn ich Lebensmittel wegwerfen muss. Vor allem Brot. Und damit das nicht passiert, backe ich schon etwas härter gewordene Brötchen einfach nochmal neu auf oder ich verarbeite sie zu anderen Gerichten. Knödelbrot habe ich glaube ich noch gar nie im Supermarkt gekauft. Ich finde es auch total sinnlos, denn jeder kann sich Knödelbrot im Handumdrehen zu Hause mit einer Küchenmaschine selber reiben.

Für meine Knödel verwende ich auch ganz unterschiedliche Brotsorten. Diesmal wurden es Laugen-Vollkorn Speckknödel 🙂

(Die Variante mit dem Laugenbrot eignet sich auch hervorragend für einen sauren-Knödelsalat zB. als Beilage zu Weißwürsten oder Schweinsbraten)

Wie immer, habe ich sie auf die schnellste und einfachste Weise zubereitet; und da ich momentan auch nicht ganz so fit bin, gab es als zweite Variante zur Suppe noch schnell ein selbstgemachtes „Schlamperkraut“ als kleine Vitaminbombe dazu. Schlamperkraut wird in unserer Gegend eigentlich hauptsächlich zu „Erdäpfelblattl’n“ gemacht. Gestern reizte es mich allerdings zu meinen Knödelchen 🙂

Für die Knödel brauchen wir:

  • 300g Knödelbrot
  • 1/4 l Milch
  • 3 Eier
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Petersilie
  • evtl. frisches Maggikraut
  • 150 g Speck oder Knödelwurst (am besten schmeckt es gemischt)
  • etwas Öl

Das Knödelbrot zusammen mit den Eiern, Salz, Pfeffer und Petersilie (und dem Maggikraut) in eine Schüssel geben. Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in einer Pfanne mit dem gewürfelten Speck und ggf. etwas Öl anbraten. Zu der Brotmischung dazugeben und ordentlich vermengen. Die Milch in der zuvor verwendeten Pfanne (diese muss nicht extra gewaschen werden) erhitzen und ebenfalls über die Knödelmasse geben. Kräftig durchmengen und ein paar Minuten ziehen lassen, da das Brot die ganze Flüssigkeit erst aufsaugen muss. Sollte der Teig noch etwas zu weich sein, einfach noch etwas Semmelbrösel hinzufügen.

Kleine Knödel formen und in Salzwasser ein paar Minuten kochen/ziehen lassen. Wenn die Knödel fertig sind, schwimmen sie nach oben.

Für die Suppe einfach verschiedene Gemüsesorten (Karotten, Sellerie, Lauch, Zwiebel,…) in einem Topf mit etwas Öl anbraten und mit Wasser aufgießen. Ich gebe auch immer die Eierschalen mit rein. Etwas Salz, ein paar Piment- und Pfefferkörner als Würze hinzu (wenn man hat, frisches Maggikraut) und gut durchkochen lassen. Abseihen, nachwürzen und die Knödel zusammen mit frischem Schnittlauch hineingeben. Die Knödel geben ihren herrlichen Geschmack direkt in die Suppe ab.

Für das Schlamperkraut brauchen wir:

  • 1/2 Weißkraut-Kopf
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 EL Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • evtl. etwas Kümmel nach Belieben
  • etwas Öl

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Das Kraut in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und anrösten, den Zucker dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Das geschnittene Kraut hinzugeben, würzen und mit dem Essig ablöschen. Nun noch ca. eine halbe Tasse Wasser zum Kraut geben und für ja 15-20 Minuten leicht köcheln lassen.

Sobald das Kraut fertiggegart ist, können sich die Knödel schon auf den Weg in die Suppe bzw. in das Kraut machen 🙂

So einfach ist es, Lebensmittel weiterzuverarbeiten und wertzuschätzen 🙂

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Guten Appetit!

Eure Sabrina

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